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Heutzutage erreichen die Nebenkosten eine Altbauwohnung oder eines nicht modernisierten Hauses annähernd das Niveau einer zweiten Miete. Jährlich wiederkehrende Nachzahlungen und hohe Abschlagraten summieren sich über das Jahr schnell auf mehrere hundert oder sogar tausend Euro. Das hat einen einfachen Grund: Drei Viertel aller Wohngebäude sind älter als 30 Jahre und rund 340 Millionen Fenster müssten saniert oder ausgetauscht werden, um den gesamten Gebäudebestand in Deutschland auf den heutigen Energiespar-Standard zu bringen. Alte Fenster von vor 1995 sind dabei die energetische Schwachstelle der Häuser.

Normalerweise beginnt die Heizperiode bereits Anfang Oktober und endet je nach Wetterlage gegen Ende April. Ganze acht Wochen lassen sich davon mit neuen Wämedämmfenstern in Kombination mit der passenden Fassadendämmung einsparen – vier Wochen im Herbst und vier Wochen im Frühjahr. Das liegt an der intensiven Weiterentwicklung der „Häuseraugen“: Der Uw-Wert- die technische Kennzahl für den Wärmeverlust der Fenster gemessen in Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m²K) – lag bei den bis in die 1970er Jahre üblichen Einfachverglasungen noch bei rund 4,7-6,2 und bei vor 1995 verwendeten Verbund- und Kastenfenstern sowie bei Fenstern mit unbeschichteten Isoliergläsern bei rund 3,0. Heute hat sich dieser Wert bei modernen Wärmedämmfenstern auf 1,1 und bei hoch dämmenden Fenstern sogar auf rund 0,8 W/m²K verbessert. Je geringer dieser Wert, desto besser ist die Dämmeigenschaft und umso mehr Energie spart ein Fenster. Mit der Senkung des U-Wertes um 0,1W/m²K reduziert sich der Heizölverbrauch pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr um rund 1,2 Liter.

Weniger Heizung und weniger Strom

Pro Heizperiode können moderne Wärmedämmfenster die Heizenergie von bis zu 500 Litern Öl oder bis zu 500 Kubikmetern Erdgas einsparen. Das bedeutet eine Reduzierung des CO2 –Ausstoßes von rund 1,3 Tonnen bei Öl bzw. von rund einer Tonne bei Erdgas. In einem Einfamilienhaus mit durchschnittlich  25  Quadratmetern Fensterfläche kommen so schnell 350 Euro und mehr an Heizkostenersparnis zusammen. Wenn dann noch bei der Modernisierung zusätzliche Fensterflächen als Lichtspender geschaffen werden, kann sich die Einschaltzeit künstlicher Lichtquellen um mehrere Tage pro Jahr verkürzen. Das macht sich dann positiv auf der nächsten Stromrechnung bemerkbar.

Große Fenster für zusätzliche Wärme

Dazu kommt der kostenlose, solare Energieeintrag durch das Sonnenlicht: Wie stark dieser ausfällt, hängt von der Anzahl, Lage und Größe der Fensterfläche ab. Große, nach Süden gerichtete Fenster bekommen das gesamte Jahr hindurch die meisten direkten Sonnenstrahlen ab. Die Ost- und Westfassade tragen ebenfalls zu optimalen Ausnutzung von Licht und Wärme bei. Die Nordseite ist die „kalte“ Seite eines Gebäudes und die direkte Sonneneinstrahlung fehlt hier. Deshalb können die Fenster an dieser Stelle häufig kleiner ausfallen – außer, es wird in den Nordräumen viel Tageslicht benötigt.

Das Beste ist gerade gut genug – denn Fenster, Haustüren und transparente Fassaden haben eine Nutzungszeit von rund 35 Jahre, häufig sogar mehr.

Tipp: Wer sein Haus mit Hilfe des Programms „Energieeffizient sanieren“ der KfW-Förderbank sein Haus modernisiert, erhält zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse oder sogar direkte Barzuschüsse, wenn das Haus auf dem neuesten energetischen Standard gebracht wird.